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Special: Rezensionsprojekt Winnweiler (2006) > Rezensionen > Bonansinga, Jay: Die Eismumie

Pfeile im Nacken
Jay Bonansingas "Die Eismumie"

Jay Bonansinga: Die Eismumie. Thriller.
Aus dem Englischen von Teja Schwaner.
Reinbek: Rowohlt Verlag 2006. (= Rowohlt Taschenbuch.)
ISBN 978-3-499-24097-3
416 Seiten. EURO 8,90


"In dieser sturmdurchtosten Nacht, als sich der siebente Mord in den zerrissenen Schatten eines Naturschutzgebietes fünfzehnhundert Meilen weiter westlich in Colorado ereignete, lag Ulysses Grove ahnungslos in einem unruhigen Halbschlaf."

Mit jenem siebten Mord beginnt der Spitzenthriller "Die Eismumie" von Jay Bonansinga. Der Hauptermittler in den Sun-City Morden ist Ulysess Groove, ein verwitweter Workaholic, der in zweieinhalb Jahren nichts anderes gemacht hat, als Spuren bezüglich dieser Fälle nachzugehen und kaum vorangekommen ist. Alle Morde geschehen nach demselben Muster: Die Opfer sterben durch einen Pfeil im Nacken. Der Killer richtet danach einen Arm des Opfers nach oben, den anderen legt er über die Brust.

Aus gesundheitlichen Problemen durch die stressigen Fälle, wird Agent Grove der gesamte Fall entzogen und er begibt sich in Zwangsurlaub. Dort begegnet er nicht nur der bezaubernden Journalistin, Maura County, sondern stößt zugleich auch auf den Hintergrund der Morde, eine zehntausend Jahre alte Mumie aus dem Eis Alaskas, die womöglich mit dem selben Ritual ermordet wurde wie die Mordopfer der Sun City Fälle. Zusammen mit der Journalistin und einem heroinsüchtigen Wissenschaftler forscht Grove in der dunklen Vergangenheit der Mumie und erkennt Parallelen zu den Sun City Fällen. Sein Chef, Tom Geisel, lässt ihn daraufhin weiter in dieser Mordserie ermitteln und es dauert nicht mehr lange bis Groove selbst zur "Zielscheibe" des Mörders wird.

Jay Bonansinga, der diesen Thriller nach einem sturen Muster aufgebaut hat, wuchs in Peoria (Illinois) auf. Nach seinem Englischstudium unterrichtet er heute Creative Writing an der Northwestern University in Evanston, wo er, zusammen mit seiner Familie, lebt. Das Buch besitzt einen offenen Anfang und konfrontiert den Leser sofort mit dem 7. Mordfall. Die Spannung wird ständig gesteigert, was sehr kurzweilig für den Leser ist und die Sprache, die der Autor benutzt, ist leicht verständlich, wodurch sich das Buch sehr gut lesen lässt. Nach der Mitte des Buches kann der Leser jedoch schon erahnen, wer der Mörder ist. Allerdings bleibt die Spannung im Großen und Ganzen erhalten. Das Ende des Buches artet in Science Fiction aus, was nicht unbedingt zum Anfang der Story und in die Kategorie Thriller passt.

Fazit: Trotz des ungewöhnlichen Endes ist das Buch auf jeden Fall spannend und lesenswert. Deshalb bekommt es von uns 9 von 10 möglichen Punkten verliehen.

Sebastian Giehl, Sebastian Schappert

© TourLiteratur / Autoren
Alle Rechte vorbehalten
Buchcover: © Rowohlt Verlag, Reinbek

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