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Special: Rezensionsprojekt Winnweiler (2006) > Rezensionen > Preston, Douglas / Child, Lincoln: Formula

Alte Leichen, neue Morde
Ein Thriller des Autorenduos Douglas Preston und Lincoln Child

Douglas Preston / Lincoln Child: Formula. Tunnel des Grauens. Thriller.
Aus dem Amerikanischen von Klaus Fröba.
München: Verlag Droemer Knaur 2005. (= Knaur Taschenbuch.)
ISBN 978-3-426-62777-8
576 Seiten - EURO 8,95


Der Roman "Formula" des Autorenduos Douglas Preston und Lincoln Child handelt von ausgegrabenen Leichen des 19. Jahrhunderts aus dem New Yorker Untergrund, deren Fund in der Gegenwart für neue Morde sorgt, die in ähnlicher Weise begangen werden.

Auf der Baustelle des New Yorker Bauriesen Fairhaven werden in einem Kellergewölbe 36 Leichen gefunden. Sofort schaltet sich FBI-Agent Pendergast ein und bittet die Archäologin Dr. Nora Kelly zu Hilfe. Die beiden werden jedoch von Polizeichef Captain Custer von der Baustelle verwiesen. Nora und ihr Freund, der Journalist Smithback, verschaffen sich illegalen Zutritt und sichern das Kleid eines Opfers in dem Kellergewölbe. Es führt sie auf die Spur eines verrückten Wissenschaftlers, Enoch Leng. Pendergast, der Polizei-Officer O'Shaugnessy und Smithback suchen nach Hinweisen auf die vergessenen Morde in dem Archiv des Museums of Natural History, in dem Dr. Kelly angestellt ist.

Zu diesem Zeitpunkt wird die New Yorker Bevölkerung durch Morde erschüttert. Sie tragen die Handschrift des Täters aus dem 19. Jahrhundert. Den Opfern wird bei lebendigem Leib ein Teil des Rückenmarks entfernt. Hat es die Polizei mit einem Nachahmungstäter zu tun? Pendergast stellt sich die Frage, ob es dem Wissenschaftler Leng damals gelungen ist, die Formula zur Verlängerung des Lebens herzustellen. Das würde bedeuten, dass Leng seit über 150 Jahren sein Unwesen treibt. In ihren Ermittlungen kommen der FBI-Agent, die Archäologin und der Journalist dem Täter gefährlich nah.

Das Buch von Douglas Preston und Lincoln Child hat uns gut gefallen, auch wenn es uns mit seinen gut 570 Seiten auf den ersten Blick etwas umfangreich erschienen ist. Die Handlung ist fesselnd, was das Buch bis zum Ende spannend macht. Es ist zu keinem Zeitpunkt langweilig. Der Handlungsverlauf des Buches erfordert ein aufmerksames Lesen. Die Fülle der Informationen, die vielen Handlungsorte sowie die verschiedenen Charaktere in der Geschichte regen zum ständigen Mit- und Umdenken an. In nahezu jedem Kapitel wechseln die Autoren ihre Erzählperspektive, das heißt, dass immer eine andere Person im Mittelpunkt des aktuellen Geschehens steht. Zum gleichen Zeitpunkt können sich jedoch Dinge parallel entwickeln, die im nächsten Kapitel beschrieben werden. Das Überfliegen einer Seite ist ausgeschlossen, und wer interessiert der Handlung folgt, dem erschließt sich der Inhalt. Als Fazit können wir denen, die gerne Wissenschaft-, Thriller-, Horror- oder Action-Bücher lesen, dieses Buch nur empfehlen. Die Autoren beherrschen die Mischung dieser Gattungen so gut wie niemand sonst.

Frederik Oswald, Jonas Schur

© TourLiteratur / Autoren
Alle Rechte vorbehalten
Buchcover: © Verlagsgruppe Droemer Knaur, München

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